Gib Mir Mehr Himmel…

17 06 2008

… denn zum greifen war er nah!

Ich weiß gar nicht so recht wie ich anfangen soll. In meinem Kopf
schwirren so viele schöne Augenblicke vom letzten Wochenende rum, von denen ich befürchte, dass ich sie nicht mal richtig ordnen kann. Zumal ich noch immer so hin und weg von allem bin.
Dieser Eintrag wird bestimmt recht lang, wohl der Längste bisher. Wozu auch einige viele Bilder beitragen werden!!!
Im Vorfeld möchte ich noch mal bei Melanie und Christoph gaaanz herzlichst bedanken! Es war echt super schön, was ihr hoffentlich an meinen Reaktionen bemerkt habt! Ich muss mich manchmal wie ein Kleinkind im Spielwarenladen verhalten haben, so fasziniert war/ bin ich.

So und nun zum Inhalt des Wochenendes! Wie schon erwähnt weiß ich nicht wie ich anfangen soll. Daher eine kleine Einleitung in Bildern ;o)

Und wer es noch nicht erraten hat, mein Wochenende habe ich in der Schweiz verbracht, mein erster Besuch in diesem Land überhaupt und auch der längste Auslandsaufenthalt den ich bis jetzt je hatte. :o /
Am Freitag Nachmittag ging es los… mit Christoph, unseren Rädern, seinem Passat und Melanies Smart sind wir los gedüst :o ) Ich im Smart… 7 Std. Autobahn *g* Es war echt witzig und kein bißchen schlimm. Seither bin ich echt stark am grübeln ob ich mir vielleicht auch einen Smart kaufen soll. Mal sehen… aber darum gehts hier ja nicht… und auch kaum um die Fahrt. Erwähnenswert ist jedoch die Fahrt mit dem Autoverladezug ab Kandersteg (Lötschbergtunnel). Von dort sind wir mit dem Auto direkt auf einen Zugwagon gefahren, sind im Auto sitzen geblieben und so 14,612 km DURCH einen Berg gefahren. Der Wahnsinn. Der Tunnel wurde 1913 in Betrieb genommen und noch heute ist es so gut wie der einzigste Weg auf die andere Seite dieses Berges!

Auf der anderen Seite angekommen ging es dann noch ein wenig im Tal entlang bis wir an unserem Ziel angekommen waren und freudig erwartet wurden. Gegen 21 Uhr haben wir Brig-Glis im Kanton Wallis in der Schweiz erreicht, wo Melanie zur Zeit 4 Monate ihres PJ´s verbringt. Wohlgemerkt eine super schöne Gegend! :o )
Abends haben wir dann noch einen kleinen Spaziergang durch den Ort gemacht, waren noch ein was trinken und sind dann auch bald ins Bett gefallen!
Samstag hat der Tag schon früh mit joggen angefangen. Nach dem Frühstück waren wir noch kurz bei Aldi Suisse :o ) und danach haben wir die Räder startklar gemacht und sind in Richtung Zermatt gefahren… Bis Randa, ab da ging es per Velo (Fahrrad) weiter. Was sich dann auch bald schwieriger gestaltete als wir uns das vorgestellt haben. Man konnte es dann eher Rad-Wandern nennen, denn wer sein Rad liebt, der schiebt :o ) Die Strecke war zum Teil nicht mal mehr was für richtige Mountainbiker… und wir waren da mit unseren Cross-Bikes unterwegs. Melanie hat es verglichen…wie, wenn man mit Tunrschuhen aufs Matterhorn steigt *g*
Da gibt es natürlich auch einige Bilder :o )

Trotz aller Anstrengungen hat es echt Spaß gemacht… ich bin noch immer der Meinung, dass die Fahrt auf der Straße nicht so schön gewesen wäre und wir hätten nicht so viel gesehen.
Diese Landschaft ist ja der reine Wahnsinn, einfach sensationell!!! Leider kann man diese Eindrücke, das Umwerfende in den Bildern nicht so wieder geben. Man muss es einfach gesehen haben. Auf unserem Weg haben wir zahlreiche kleine Wasserfälle gesehen, die die Berge runter geronnen sind. Der Fluss ist richtig reißend… so schnell wie dort das Wasser fließt hab ich noch nirgends einen Fluss rauschen sehen! Selbst die Farbe des Wassers ist anders als „normal“, ein schönes sattes türkis-grün. Auf unserem Weg von Randa nach Zermatt sind wir auch bei der Air Zermatt vorbei gekommen. Mehr dazu könnt ihr auf deren Homepage anschauen.
Schon kurz vor dem Ort haben wir den ersten Blick auf das Matterhorn werfen können, welcher allerdings von einer Wolke ein wenig getrübt wurde. Das doofe war, diese Wolke hat sich auch nur minimal entfernt. Somit konnten wir das Matterhorn nie ganz sehen, aber auch so ist der Anblick total schön. Zermatt an sich ist eine reine Touristen Stadt… was da los ist, ein Geschäft an dem Anderen. Ein riesen Shopping Mekka, wenn die Preise nicht so hoch wären. :o )
Und auch in dem Ort, wie in fast der ganzen Schweiz (zumindest in dem Teil den ich gesehen habe) stehen die traditionellen Häuschen. Auf den zahlreichen Bergen in schwindelerregender Höhe stehen diese Hütten… und da wohnen Menschen! Wir haben uns oft gefragt wie die überhaupt dort hoch kommen, man hat kaum eine Straße dort hin gesehen.
Wenn man dort wohnt und verzaubert ist, wie soll man je seine ersten Kontakte bekommen? :o /
Normales Dorfleben ist ja schon schwierig, aber das ist echt extrem.
Aber weiter im Text, bzw. weiter mit den nächsten Bildern :o )

Bei den Schweizern gibt es echt knuffige Schafe, mit schwarzen Schnauzen *ggg* Total putzig.

Nach unserem Aufenthalt in Zermatt sind wir dann mit den Rädern die Straße entlang zurück zum Auto, das ging schneller, wenn auch kälter :o /
Abends waren wir dann essen und danach noch in einer Bar… Fussball schauen, erzählen und was trinken. Ich muss sagen, ich hab während des gesamten Wochenendes vielleicht 2 oder 3 attraktive Schweizer gesehen… MEHR NICHT!!! ;o) Na ja, vielleicht das nächste mal. ^^
Sonntag war dann der Tag des Abschiedes… es ist immer so, wenn etwas schön ist geht die Zeit viel schneller vorbei. Aber ich werd in den nächsten 4 Monaten bestimmt noch einmal dort hin fahren! Irgendwie… aber ich werd es.
Die Heimreise ging diesmal nicht per Zug durch den Berg, sondern mit dem Auto drüber. Dazu mussten wir im Tal noch ein Stück weiter fahren und dann immer Berg auf und Berg auf und Berg auf… und das bei Regen. :o / Als wir dann aber oben auf dem Berg angekommen waren, war kein Regen mehr da… denn der hat sich in SCHNEE verwandelt und die relativ milden Temperaturen von um die 13 Grad sind rasch auf -0,5 Grad gesunken und das mitten im Sommer. Faszinierend und irgendwie ein wenig seltsam. Für solche Temperaturen waren wir gar net angezogen. ^^
Wer es nicht glaubt, kann sich mit den folgenden Bildern selbst überzeugen. :o P

Der höchste Punkt unserer Reise war der Scheitelpunkt des Furka-Passes, welcher 2436m über dem Meeresspiegel liegt. Zum Vergleich dazu… Nürnberg liegt ca. 300m über dem Meeresspiegel. Auch das war ein seltsam, fantastischer Augenblick. Wie so viele Augenblicke an diesem Wochenende!

So und so langsam endet die unglaubliche Reise. Es gab noch so viel tolle Momente, aber diese alle hier einzufügen würde so lang dauern und dennoch könnte man sie nicht so beschreiben wie sie tatsächlich waren. Man muss so etwas einfach erleben. Staunen, Faszination und all solche Augenblicke kann man, bzw. kann ich einfach nicht in Worte fassen. Ich hoffe Melanie und Christoph sind nicht enttäuscht wenn ich die ein oder andere Sache nicht erwähnt habe. Ich hab alles in meiner Erinnerung und glaubt mir, da gehen diese Dinge nicht so schnell verloren!
VIELEN DANK FÜR ALLES!

Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch!
Lass es dir dort immer gut gehen!!!


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